Posted on December 13, 2011

Hauptsache, die Assistentin sieht gut aus!

Movie & Books/ Rebel

Die Amerikanerin Lucy Mayo verfasste 1966 den Karriereguide Die erfolgreiche Sekretärin, erschienen beim rororo-Verlag. Sie verrät, welche Qualitäten jede gute Sekretärin/ Assistentin braucht:

DIE FIGUR:

Das sagt der Ratgeber von 1966: “Achten Sie auf Ihre Figur. […] Ein wirkliches Figurproblem könnte unter Umständen dazu führen, dass man Sie für eine besonders wichtige oder interessante Aufgabe gar nicht erst in Erwägung zieht.” Die Konsequenz: Am besten sofort die nächste Diät beginnen.

Heute: Auf in die Kantine! Wenn wir Diät-Tipps wollen, lesen wir Frauenzeitschriften und keine Berufsratgeber.

Rebel: Es ist in 2011 erwiesen, dass sich mit einer attraktiven Optik inkl. ansprechender Figur die Karrierchancen für Frauen deutlich erhöhen! Ich kann nur jeder Frau raten viel Kleider und Röcke zu tragen. Es hat sich seit 1966 nichts geändert!

MODE:

Das raten Experten 1966: Kleine Muster und dezente Farben sind immer gut. “Denken Sie bei der Wahl Ihrer Stoffe auch an die Kosten der Pflege und Instandhaltung. Wolle ist deshalb besonders empfehlenswert, weil man sie wenig zu bügeln braucht. Bedenken Sie, dass einige Seidenstoffe Wasserflecken annehmen und dass Baumwolle leicht ‘knittert’ und ‘knautscht’.”

Das sagen die Assistentinnen des Chefs heute: Kleine Muster ja – aber in Gelb, Rot oder Pink. Und ein bisschen Leopardenmuster hier und da ist auch nicht schlecht.

Rebel: Ob man Gelb, Pink oder besser Nudetöne wählt das hängt immer noch sehr vom Unternehmen ab, wo man beschäftigt ist  – bei Beiersdorf würde ich immer auf Dunkelblau setzen und in Werbeagenturen kann es auch mal der Cavalli Schlangenprint sein! Aber in den meisten Firmen macht man mit All Star und Tiger eben keine Karriere.

DIE STIMME:

1966 lautet der Ratschlag diesbezüglich: “Suchen Sie sich eine geübte weibliche Stimme aus und versuchen Sie dann, sie zu imitieren. […] Üben Sie langsam und in einer nicht allzu hohen Stimmlage. Man ist ein bisschen misstrauisch, wenn jemand zu schnell spricht.”

Heute: Wir kommunizieren nur noch über E-Mail, sprechen müssen wir kaum noch. Und in Zeiten, in denen Verona Pooth und Daniela Katzenberger durch die Träume der Chefs geistern, sind der Phantasie bei der Stimmgestaltung wohl keine Grenzen gesetzt.

Rebel: Die Chefs wohlen vielleicht in ihren Phantasien Frau Katzenberger flach legen aber niemals solche Sexhäschen den ganzen Tag im Büro um sich haben. Also, nicht hektisch und völlig überdreht quatschen!

SICH ANPASSEN:

Der Tipp: “Bei einem sehr konservativen Chef, der altmodische Ansichten und Umgangsformen zur Schau trägt, empfiehlt es sich gleichfalls ein wenig konservativ zu wirken […]. Nach Arbeitsschluss haben Sie dann ja Gelegenheit, sich einen gewissen Ausgleich zu verschaffen, indem Sie öfter mal ausgehen und sich dabei dann so frei und ungezwungen geben, wie es Ihnen gefällt.”

Heute: Tagsüber den Nasenring entfernen und die Tattoos unter der Seidenbluse verstecken – am Abend darf dann alles raus.

Rebel: Rumlaufen und sich benehmen wie es einem gerade passt, kann man noch nicht mal in der eigenen Firma sondern eben nur in den eigenen vier Wänden!

 

 

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1 Comment

  • Reply Romantique December 14, 2011 at 11:14 am

    Excellent post! Another good book is “Beauty Pays” by Daniel M Hammermesh which describes how attractive, well groomed women get higher salaries, better jobs and are forgiven easily when they are too late for meetings!

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